{"id":423,"date":"2022-06-19T20:20:38","date_gmt":"2022-06-19T18:20:38","guid":{"rendered":"https:\/\/xn--wrterbummel-rfb.de\/?p=423"},"modified":"2022-06-19T20:20:39","modified_gmt":"2022-06-19T18:20:39","slug":"ashington-verliebt-in-einen-earl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/xn--wrterbummel-rfb.de\/?p=423","title":{"rendered":"Ashington \u2013 Verliebt in einen Earl"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\">Abbi Glines<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Ballsaison ist er\u00f6ffnet!&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Rauschende B\u00e4lle, wohlerzogene junge Damen und galante Herren, die hervorragende Manieren an den Tag legen, Hufgetrappel der stolzen Pferde, das Ruckeln der schweren Kutschen \u00fcber den gepflasterten Boden, der Kampf um die Stellung in der Gesellschaft, das unbedingte Vermeiden eines Skandals bei gleichzeitiger Gier nach solchen \u2013 nat\u00fcrlich nur, wenn andere darin verwickelt sind. So stellen wir uns doch gerne die Regency Epoche vor.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Autorin Abbi Glines hat mit \u201eAshington \u2013 verliebt in einen Earl\u201c ihr Debut im Regency Romance Genre geschrieben. Worum geht\u2019s?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Miss Miriam Banhurst muss in der Ballsaison 1815 einen Ehemann finden, um f\u00fcr sich selbst sowie ihre Mutter und Schwester sorgen zu k\u00f6nnen. Die Schwester muss dringend am Bein operiert werden, doch nach dem Tod des Vaters steht die Familie vor dem finanziellen Ruin. Miriam reist also nach London, wo sie bei ihrem Onkel und dessen amerikanischer Frau (die super sympathische Tante Harriet) wohnen darf und von ihnen in die Gesellschaft eingef\u00fchrt wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hugh Compton ist der Earl of Ashington, der nun nach dem Tod seines Vaters (warum sterben die eigentlich alle so fr\u00fch?) seinen Verpflichtungen nachkommen muss. Die k\u00fcnftige Frau an seiner Seite muss jedoch bestimmte Bedingungen erf\u00fcllen und vor allem mit einer f\u00fcr ihn sehr besonderen Person zurechtkommen. Wer sie ist und dass es sie \u00fcberhaupt gibt, wissen nur seine engsten Vertrauten. Es gibt bestimmt niemanden, der die Geschichte liest und diese Person nicht absolut entz\u00fcckend findet!\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Sein Halbbruder Nicholas Compton sinnt auf Rache seit Ashington dessen Mutter vom Anwesen verjagt hat. Wie k\u00f6nnte er das besser tun, als wenn er ihm die Frau ausspannt? Statt um die langweilige, aber sichere Bank, Lydia, wirbt Ashington um Miriam. Damit geht ein Wettstreit los, in dem die junge Dame zum Spielball zu werden scheint. Aber nicht mit ihr! Sie ist zwar arm, aber nicht dumm und sie versteht es hervorragend, sich in diesem Br\u00fcderduell ihre Position zu sichern. Mit den Waffen einer Frau erreicht sie schlie\u00dflich ihr Ziel.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Abbi Glines hat eine sehr unterhaltende Geschichte geschrieben rund um Intrigen, Verrat, Rache und heimliches Verlangen, mit tollen, teils lustigen Dialogen, die vermutlich hier und da moderner sind als sie sein sollten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was ist denn bitte eine Tanzkarte?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Allen, die schon mehr Literatur aus dieser Epoche gelesen haben, ist die Tanzkarte sicherlich bereits bekannt. Mir war neu, dass es so etwas gab. Auf der Tanzkarte, die die Besucherin eines Balls erhielt, trugen die Tanzpartner sich f\u00fcr die einzelnen T\u00e4nze des Abends ein. So konnte der Mann wohl sicherstellen, dass er sich einen Tanz aussuchte, den er auch beherrschte und die Dame war vorgewarnt, mit wem sie denn das Vergn\u00fcgen hatte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das klingt ja zun\u00e4chst irgendwie romantisch. Wenn man aber genau dr\u00fcber nachdenkt, ist es ein Spiegelbild des gesellschaftlichen Drucks, der insbesondere auf die jungen Damen ausge\u00fcbt wurde, deren Hauptaufgabe darin bestand, einen Ehemann zu finden und damit ihre gesellschaftliche Stellung zu bewahren oder gar aufzusteigen. Was ist, wenn sich keiner auf der Tanzkarte eintragen m\u00f6chte? Dann bleibt einem nur noch, literweise Limonade in sich zu sch\u00fctten, bis zum Zuckerschock.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und was wurde aus den jungen T\u00f6chtern aus gutem Hause, die sich nicht mit Sticken, Piano spielen und Konversation \u00fcbers Wetter bei einem Spaziergang im Park \u2013 nat\u00fcrlich mit Anstandsdamen im Schlepptau \u2013 begn\u00fcgen wollten? Wahrscheinlich haben wir es genau denen zu verdanken, dass es f\u00fcr uns heute so selbstverst\u00e4ndlich ist, dass Frauen die gleichen Chancen auf Bildung haben wie M\u00e4nner, dass es keine Ehe braucht um zu (\u00fcber)leben, dass Frauen jegliche Freiheiten genie\u00dfen k\u00f6nnen, wenn sie es m\u00f6chten. Ein Hoch auf die Rebellinnen ihrer Zeit!\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber die Autorin Abbi Glines<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Laut ihrer Autorinnenbio wollte Abbi Glines schon immer Britin sein, liebt Regency-Romane und ist gro\u00dfer Bridgerton-Fan. Aus diesem Grund hat sie beschlossen, das vertraute Terrain der romantischen Fantasy und Young Adult zu verlassen und sich diesem neuen Genre zu widmen. Das war doch schon ein guter Auftakt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Original lautet der Titel \u00fcbrigens \u201eGlitter\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie k\u00f6nnte im n\u00e4chsten Band die Frage l\u00f6sen, ob der Halbbruder des Earls tats\u00e4chlich Nicholas hei\u00dft wie im Buch. Oder doch Nathaniel wie im Klappentext?&nbsp;&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abbi Glines Die Ballsaison ist er\u00f6ffnet!&nbsp; Rauschende B\u00e4lle, wohlerzogene junge Damen und galante Herren, die hervorragende Manieren an den Tag legen, Hufgetrappel der stolzen Pferde, das Ruckeln der schweren Kutschen \u00fcber den gepflasterten Boden, der Kampf um die Stellung in der Gesellschaft, das unbedingte Vermeiden eines Skandals bei gleichzeitiger Gier nach solchen \u2013 nat\u00fcrlich nur, wenn andere darin verwickelt sind. So stellen wir uns doch gerne die Regency Epoche vor.&nbsp; Die Autorin Abbi Glines hat mit \u201eAshington \u2013 verliebt in einen Earl\u201c ihr Debut im Regency Romance Genre geschrieben. Worum geht\u2019s?&nbsp; Miss Miriam Banhurst muss in der Ballsaison 1815 einen Ehemann finden, um f\u00fcr sich selbst sowie ihre Mutter und Schwester sorgen zu k\u00f6nnen. Die Schwester muss dringend am Bein operiert werden, doch nach dem Tod des Vaters steht die Familie vor dem finanziellen Ruin. Miriam reist also nach London, wo sie bei ihrem Onkel und dessen amerikanischer Frau (die super sympathische Tante Harriet) wohnen darf und von ihnen in die Gesellschaft eingef\u00fchrt wird.&nbsp; Hugh Compton ist der Earl of Ashington, der nun nach dem Tod seines Vaters (warum sterben die eigentlich alle so fr\u00fch?) seinen Verpflichtungen nachkommen muss. Die k\u00fcnftige Frau an seiner Seite muss jedoch bestimmte Bedingungen erf\u00fcllen und vor allem mit einer f\u00fcr ihn sehr besonderen Person zurechtkommen. Wer sie ist und dass es sie \u00fcberhaupt gibt, wissen nur seine engsten Vertrauten. Es gibt bestimmt niemanden, der die Geschichte liest und diese Person nicht absolut entz\u00fcckend findet!\u00a0 Sein Halbbruder Nicholas Compton sinnt auf Rache seit Ashington dessen Mutter vom Anwesen verjagt hat. Wie k\u00f6nnte er das besser tun, als wenn er ihm die Frau ausspannt? Statt um die langweilige, aber sichere Bank, Lydia, wirbt Ashington um Miriam. Damit geht ein Wettstreit los, in dem die junge Dame zum Spielball zu werden scheint. Aber nicht mit ihr! Sie ist zwar arm, aber nicht dumm und sie versteht es hervorragend, sich in diesem Br\u00fcderduell ihre Position zu sichern. Mit den Waffen einer Frau erreicht sie schlie\u00dflich ihr Ziel.&nbsp; Abbi Glines hat eine sehr unterhaltende Geschichte geschrieben rund um Intrigen, Verrat, Rache und heimliches Verlangen, mit tollen, teils lustigen Dialogen, die vermutlich hier und da moderner sind als sie sein sollten.\u00a0 Was ist denn bitte eine Tanzkarte? Allen, die schon mehr Literatur aus dieser Epoche gelesen haben, ist die Tanzkarte sicherlich bereits bekannt. Mir war neu, dass es so etwas gab. Auf der Tanzkarte, die die Besucherin eines Balls erhielt, trugen die Tanzpartner sich f\u00fcr die einzelnen T\u00e4nze des Abends ein. So konnte der Mann wohl sicherstellen, dass er sich einen Tanz aussuchte, den er auch beherrschte und die Dame war vorgewarnt, mit wem sie denn das Vergn\u00fcgen hatte.&nbsp; Das klingt ja zun\u00e4chst irgendwie romantisch. Wenn man aber genau dr\u00fcber nachdenkt, ist es ein Spiegelbild des gesellschaftlichen Drucks, der insbesondere auf die jungen Damen ausge\u00fcbt wurde, deren Hauptaufgabe darin bestand, einen Ehemann zu finden und damit ihre gesellschaftliche Stellung zu bewahren oder gar aufzusteigen. Was ist, wenn sich keiner auf der Tanzkarte eintragen m\u00f6chte? Dann bleibt einem nur noch, literweise Limonade in sich zu sch\u00fctten, bis zum Zuckerschock.&nbsp; Und was wurde aus den jungen T\u00f6chtern aus gutem Hause, die sich nicht mit Sticken, Piano spielen und Konversation \u00fcbers Wetter bei einem Spaziergang im Park \u2013 nat\u00fcrlich mit Anstandsdamen im Schlepptau \u2013 begn\u00fcgen wollten? Wahrscheinlich haben wir es genau denen zu verdanken, dass es f\u00fcr uns heute so selbstverst\u00e4ndlich ist, dass Frauen die gleichen Chancen auf Bildung haben wie M\u00e4nner, dass es keine Ehe braucht um zu (\u00fcber)leben, dass Frauen jegliche Freiheiten genie\u00dfen k\u00f6nnen, wenn sie es m\u00f6chten. Ein Hoch auf die Rebellinnen ihrer Zeit!\u00a0 \u00dcber die Autorin Abbi Glines Laut ihrer Autorinnenbio wollte Abbi Glines schon immer Britin sein, liebt Regency-Romane und ist gro\u00dfer Bridgerton-Fan. Aus diesem Grund hat sie beschlossen, das vertraute Terrain der romantischen Fantasy und Young Adult zu verlassen und sich diesem neuen Genre zu widmen. Das war doch schon ein guter Auftakt.&nbsp; Im Original lautet der Titel \u00fcbrigens \u201eGlitter\u201c. Sie k\u00f6nnte im n\u00e4chsten Band die Frage l\u00f6sen, ob der Halbbruder des Earls tats\u00e4chlich Nicholas hei\u00dft wie im Buch. 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