{"id":167,"date":"2020-10-18T22:33:36","date_gmt":"2020-10-18T20:33:36","guid":{"rendered":"http:\/\/xn--wrterbummel-rfb.de\/?p=167"},"modified":"2021-04-11T13:23:40","modified_gmt":"2021-04-11T11:23:40","slug":"je-groesser-der-dachschaden-desto-besser-die-aussicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/xn--wrterbummel-rfb.de\/?p=167","title":{"rendered":"Je gr\u00f6\u00dfer der Dachschaden, desto besser die Aussicht"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\"><em>Alexandra Potter<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">#confessionsofabookaholicwhowouldliketorecommendthisfantasticstory&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hat man tats\u00e4chlich versagt, wenn man nicht den g\u00e4ngigen Regeln entspricht, sich verliebt, verlobt, dann heiratet, ein Haus baut und Kinder bekommt? Und das alles noch bevor man Drei\u00dfig, aber ganz bestimmt bevor man Vierzig ist? Im englischen Original lautet der Titel des Buches \u201eConfessions of a Forty-Something F**k Up\u201c, was doch um einiges besser klingt und treffender ist als der deutsche Titel. Als Versagerin f\u00fchlt sich Nell, kurz f\u00fcr Penelope, als sie aus dem sonnigen Kalifornien ins kalte Gro\u00dfbritannien, genauer gesagt nach London, zur\u00fcckkehrt. Statt Ehemann und Kinder zu haben, ist sie nun mit \u00fcber Vierzig wieder Single. Das B\u00fcchercaf\u00e9, das sie mit ihrem Ex f\u00fchrte, ging pleite und nun arbeitet sie als Nachrufschreiberin.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nells Freunde haben in ihrer Abwesenheit ihr Leben weitergelebt, sind verheiratet, haben Kinder und neue Freunde sind dazugekommen. Sich in diese neue Konstellation wieder einzugliedern ist nat\u00fcrlich nicht so einfach, erst recht nicht, wenn sich die beste Freundin von der neuen Freundin so einspannen und manipulieren l\u00e4sst, dass sie f\u00fcr die andere keine Zeit mehr hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und wie sieht es aus mit der Liebe? Nell blamiert sich zun\u00e4chst vor \u201ehei\u00dfer Dad\u201c, der sich dann als \u201elustiger hei\u00dfer Onkel\u201c entpuppt. Aber was f\u00fcr ein Typ ist er wirklich?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders lustig fand ich die Szenen mit Nells Mitbewohner, der zugleich ihr Vermieter ist, n\u00e4mlich der etwas schrullige Edward. Sie streiten herrlich \u00fcber die richtige Wohnungstemperatur oder Wasser- und Stromverbrauch. Nell wird au\u00dferdem als sein Hundesitter eingesetzt, wenn Edward am Wochenende nicht in der Stadt ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Getragen wird die Geschichte von der Freundschaft, die sich zwischen Nell und Cricket entwickelt. Cricket ist \u00fcber achtzig und Nell soll einen Nachruf \u00fcber ihren Mann schreiben. Gegenseitig helfen sich die Frauen um St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck ins Leben zur\u00fcckzufinden bzw. die Trauer zu bew\u00e4ltigen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was das Buch so frisch macht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist in 12 Monate gegliedert, von denen jeder einen Hashtag zugewiesen bekommt. Dezember hat zum Beispiel #dingeverwirrensichundzwarnichtnurlichterketten. Ich liebe solche blabla-Hashtags. Innerhalb der Monate gibt es Kapitel unterschiedlicher L\u00e4nge mit \u00dcberschriften.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Alexandra Potter ist es gelungen, viele Trends aus den Sozialen Medien in ihre Story zu packen, ohne dass es krampfig oder gek\u00fcnstelt wirkt. Der Text wird zwischendurch beispielsweise mit Chat-Verl\u00e4ufen aufgelockert. Seien wir ehrlich, da spickeln wir doch alle mal gern rein und rollen mit den Augen oder kichern vor uns hin.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Podcast<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nell hat das Gef\u00fchl, sie muss sich ihren Frust von der Seele reden. Sie beschlie\u00dft also, einen Podcast aufzunehmen. Es kommt ihr gar nicht so sehr auf die Zuh\u00f6rerzahl an. Nat\u00fcrlich freut sich sich \u00fcber ihre 14 Abonnenten und ist traurig, als drei sie wieder verlassen. Wichtig ist das aber nicht. Erst als ihre Freundinnen \u00fcber ihren Podcast sprechen, nicht ahnend, dass Nell dahinter steckt, wagt sie wieder einen Blick in die Zahlen &#8211; und die sind unglaublich. Schade ist nur, dass man als LeserIn nicht erf\u00e4hrt, was genau sie berichtet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dankbarkeitsliste<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nell f\u00fchrt eine Dankbarkeitsliste, denn sie hat einen Artikel gelesen, der besagt, dass der Schl\u00fcssel zum Gl\u00fcck im Verfassen seiner t\u00e4glichen Dankbarkeitsliste liegt. Schreibt man alles auf, wof\u00fcr man dankbar ist, wird man sich insgesamt besser f\u00fchlen, negative Denkmuster durchbrechen und sein Leben ver\u00e4ndern (Seite 9).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wof\u00fcr ich dankbar bin:&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1.) meine Familie, die mich immer unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p>2.) denjenigen, der Nutella erfunden hat (keine Werbung, sondern eine Lebensgef\u00fchl!)<\/p>\n\n\n\n<p>3.) meinen eigenen kleinen Buchblog und jeden einzelnen, der sich Zeit nimmt, mein Geschreibsel zu lesen. Vielen Dank!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>4.) Fernsehserien wie Outlander und Chicago P.D.<\/p>\n\n\n\n<p>5.) Schokomilch<\/p>\n\n\n\n<p>6.) Humor jeglicher Art<\/p>\n\n\n\n<p>7.) dass das Scheinwerferlicht in meinem Auto automatisch an- und ausgeht.<\/p>\n\n\n\n<p>8.) dass ich lesen und schreiben kann.<\/p>\n\n\n\n<p>9.) dass es AutorInnen wie Alexandra Potter gibt, die humorvolle und gleichzeitig tiefgr\u00fcndige B\u00fccher schreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>10.) Achtung, jetzt wird\u2019s philosophisch: ich bin sehr dankbar f\u00fcr mein Leben!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber die Autorin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alexandra Potter ist eine britische Bestsellerautorin. Ihre romantischen Kom\u00f6dien wurden millionenfach verkauft und in 22 Sprachen \u00fcbersetzt. Wem dieses Buch gefallen hat, findet also bestimmt weiteren Lesestoff.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Je gr\u00f6\u00dfer der Dachschaden, desto besser die Aussicht&#8220; ist im Piper Verlag erschienen. (Unbezahlte Werbung)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alexandra Potter #confessionsofabookaholicwhowouldliketorecommendthisfantasticstory&nbsp; Hat man tats\u00e4chlich versagt, wenn man nicht den g\u00e4ngigen Regeln entspricht, sich verliebt, verlobt, dann heiratet, ein Haus baut und Kinder bekommt? Und das alles noch bevor man Drei\u00dfig, aber ganz bestimmt bevor man Vierzig ist? Im englischen Original lautet der Titel des Buches \u201eConfessions of a Forty-Something F**k Up\u201c, was doch um einiges besser klingt und treffender ist als der deutsche Titel. Als Versagerin f\u00fchlt sich Nell, kurz f\u00fcr Penelope, als sie aus dem sonnigen Kalifornien ins kalte Gro\u00dfbritannien, genauer gesagt nach London, zur\u00fcckkehrt. Statt Ehemann und Kinder zu haben, ist sie nun mit \u00fcber Vierzig wieder Single. Das B\u00fcchercaf\u00e9, das sie mit ihrem Ex f\u00fchrte, ging pleite und nun arbeitet sie als Nachrufschreiberin.&nbsp; Nells Freunde haben in ihrer Abwesenheit ihr Leben weitergelebt, sind verheiratet, haben Kinder und neue Freunde sind dazugekommen. Sich in diese neue Konstellation wieder einzugliedern ist nat\u00fcrlich nicht so einfach, erst recht nicht, wenn sich die beste Freundin von der neuen Freundin so einspannen und manipulieren l\u00e4sst, dass sie f\u00fcr die andere keine Zeit mehr hat.&nbsp; Und wie sieht es aus mit der Liebe? Nell blamiert sich zun\u00e4chst vor \u201ehei\u00dfer Dad\u201c, der sich dann als \u201elustiger hei\u00dfer Onkel\u201c entpuppt. Aber was f\u00fcr ein Typ ist er wirklich?&nbsp; Besonders lustig fand ich die Szenen mit Nells Mitbewohner, der zugleich ihr Vermieter ist, n\u00e4mlich der etwas schrullige Edward. Sie streiten herrlich \u00fcber die richtige Wohnungstemperatur oder Wasser- und Stromverbrauch. Nell wird au\u00dferdem als sein Hundesitter eingesetzt, wenn Edward am Wochenende nicht in der Stadt ist.&nbsp; Getragen wird die Geschichte von der Freundschaft, die sich zwischen Nell und Cricket entwickelt. Cricket ist \u00fcber achtzig und Nell soll einen Nachruf \u00fcber ihren Mann schreiben. Gegenseitig helfen sich die Frauen um St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck ins Leben zur\u00fcckzufinden bzw. die Trauer zu bew\u00e4ltigen.&nbsp; Was das Buch so frisch macht Es ist in 12 Monate gegliedert, von denen jeder einen Hashtag zugewiesen bekommt. Dezember hat zum Beispiel #dingeverwirrensichundzwarnichtnurlichterketten. Ich liebe solche blabla-Hashtags. Innerhalb der Monate gibt es Kapitel unterschiedlicher L\u00e4nge mit \u00dcberschriften.&nbsp; Alexandra Potter ist es gelungen, viele Trends aus den Sozialen Medien in ihre Story zu packen, ohne dass es krampfig oder gek\u00fcnstelt wirkt. Der Text wird zwischendurch beispielsweise mit Chat-Verl\u00e4ufen aufgelockert. Seien wir ehrlich, da spickeln wir doch alle mal gern rein und rollen mit den Augen oder kichern vor uns hin.&nbsp; Der Podcast Nell hat das Gef\u00fchl, sie muss sich ihren Frust von der Seele reden. Sie beschlie\u00dft also, einen Podcast aufzunehmen. Es kommt ihr gar nicht so sehr auf die Zuh\u00f6rerzahl an. Nat\u00fcrlich freut sich sich \u00fcber ihre 14 Abonnenten und ist traurig, als drei sie wieder verlassen. Wichtig ist das aber nicht. Erst als ihre Freundinnen \u00fcber ihren Podcast sprechen, nicht ahnend, dass Nell dahinter steckt, wagt sie wieder einen Blick in die Zahlen &#8211; und die sind unglaublich. Schade ist nur, dass man als LeserIn nicht erf\u00e4hrt, was genau sie berichtet.&nbsp; Dankbarkeitsliste Nell f\u00fchrt eine Dankbarkeitsliste, denn sie hat einen Artikel gelesen, der besagt, dass der Schl\u00fcssel zum Gl\u00fcck im Verfassen seiner t\u00e4glichen Dankbarkeitsliste liegt. Schreibt man alles auf, wof\u00fcr man dankbar ist, wird man sich insgesamt besser f\u00fchlen, negative Denkmuster durchbrechen und sein Leben ver\u00e4ndern (Seite 9).&nbsp; Wof\u00fcr ich dankbar bin:&nbsp; 1.) meine Familie, die mich immer unterst\u00fctzt. 2.) denjenigen, der Nutella erfunden hat (keine Werbung, sondern eine Lebensgef\u00fchl!) 3.) meinen eigenen kleinen Buchblog und jeden einzelnen, der sich Zeit nimmt, mein Geschreibsel zu lesen. Vielen Dank!&nbsp; 4.) Fernsehserien wie Outlander und Chicago P.D. 5.) Schokomilch 6.) Humor jeglicher Art 7.) dass das Scheinwerferlicht in meinem Auto automatisch an- und ausgeht. 8.) dass ich lesen und schreiben kann. 9.) dass es AutorInnen wie Alexandra Potter gibt, die humorvolle und gleichzeitig tiefgr\u00fcndige B\u00fccher schreiben. 10.) Achtung, jetzt wird\u2019s philosophisch: ich bin sehr dankbar f\u00fcr mein Leben!&nbsp; \u00dcber die Autorin Alexandra Potter ist eine britische Bestsellerautorin. 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